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03.12.2010 | BTU Cottbus erhält Energiezentrum. Bundesforschungsinstitut Ressourcennutzung wird in Sachsen gebaut.

 

Feierliche Grundsteinlegung mit den Ministern Dr. Münch und Dr. Markov am Freitag, 3. Dezember 2010, 10 Uhr, Siemens-Halske-Ring

 

Nachdem die BTU Cottbus erst vor wenigen Wochen die Grundsteinlegung für ein Wasserstoff-Forschungszentrum feiern konnte, findet am Freitag, 3. Dezember 2010, um 10 Uhr, im Beisein der beiden brandenburgischen Minister Dr. Martina Münch (Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kultur) und Dr. Helmuth Markov (Ministerium der Finanzen) die Grundsteinlegung für das Energiezentrum der BTU Cottbus statt.

„Eine Besonderheit dieses Gebäudes ist die Tatsache, dass es vom Wissenschaftsrat, dem wichtigsten wissenschaftspolitischen Gremium Deutschlands, als eines von nur 16 empfehlenswerten Projekten befürwortet wurde“ sagt BTU Präsident Prof. Dr. Walther Ch. Zimmerli. „Dies darf durchaus als Nachweis unserer Kompetenz auf dem Forschungsgebiet Energie gewertet werden. Und wir hoffen natürlich, dass wir dies als symbolisch gutes Zeichen für die derzeit laufende Bewerbung für die Ansiedlung eines Forschungsinstitutes Ressourcennutzung in Cottbus deuten dürfen.“

Mit dem viergeschossigen Gebäude erhalten die BTU-Energie-Forscher ein Haus, in dem sie eng zusammen arbeiten können, was angesichts der thematischen Überschneidungen immer wichtiger wird. Kurze Wege und der schnelle Austausch im Gespräch werden viele Synergieeffekte bringen. Das Gebäude mit einer Fläche von rund 3800m² stellt für das Institut für Energietechnik Büros sowie dazugehörige Lehr- und Laborräume zur Verfügung. Zusätzlich erhält ein Trainingszentrum für die Fortbildung von in der Praxis tätigen Fachleuten hier seine Heimat. Eine große Laborhalle für die Forschung im Energiesektor gehört ebenfalls dazu. Folgende Lehrstühle der Fakultät Maschinenbau, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen werden im Energiezentrum untergebracht:

 

Lehrstuhl für Energieverteilung und Hochspannungstechnik

Lehrstuhl Energiewirtschaft

Lehrstuhl Dezentrale Energiesysteme und Energiespeicher

Lehrstuhl Elektrizitätswirtschaft

Lehrstuhl Kraftwerkstechnik

Lehrstuhl Elektrische Maschinen und Antriebstechnik.

Auch die Geschäftsstelle des CEBra e. V. wird hier räumlich angesiedelt.

 

Die Gesamtkosten für dieses Bauvorhaben sind mit rund 13 Millionen Euro veranschlagt, welche von Land und Bund getragen werden. Das seit August 2010 im Bau befindliche Gebäude befindet sich auf einem rund 4000 qm2 großen Gelände zwischen Siemens-Halske-Ring und Konrad-Wachsmann-Allee. Die Fertigstellung ist für Ende August 2012 geplant.

 

Hintergrund:

Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder und hat die Aufgabe, Empfehlungen zur Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft, der Forschung sowie des Hochschulbaus zu erarbeiten. Er setzt sich zum einen aus der Verwaltungskommission mit den Wissenschaftsministern der 16 Länder sowie Vertretern des Bundes und zum anderen aus der Wissenschaftlichen Kommission zusammen, die beide in der Vollversammlung zusammentreten und Beschlüsse fassen. Das Vorhaben der BTU ist eines von insgesamt 16, die der Wissenschaftsrat zur Förderung empfiehlt. Ursprünglich wurden 52 Antragsskizzen aus nahezu allen Bundesländern eingereicht.

 

 

 

Weitere Informationen: BTU Cottbus Öffentlichkeitsarbeit/Marketing

Pressesprecherin: Dr. Marita Müller,

- Tel.: 0355/69-3206; -3126

- This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it

www.tu-cottbus.de

 

 

06.12.2010 | Entscheidung für Bundesforschungsinstitut ging an die TU Bergakademie Freiberg

BTU hält an Konzept zur effizienten Nutzung einheimischer Ressourcen fest

Dem Vernehmen nach traf das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am Freitag, 3. Dezember 2010 seine Entscheidung für den Standort eines neuen Bundesforschungsinstituts. Der Zuschlag ging an die TU Bergakademie Freiberg, die sich gemeinsam mit dem Forschungszentrum Dresden-Rossendorf mit einem Konzept zur Metallforschung bewarb. Die BTU Cottbus hatte zusammen mit dem Geoforschungsinstitut Potsdam (GFZ) ein Konzept eingereicht, welches den Fokus auf Kohlenstoff und seine Verwertung legt.

BTU-Präsident Prof. Dr. Walther Ch. Zimmerli nimmt die Entscheidung des BMBF gelassen: „Wir werden an der Umsetzung unseres Konzeptes auch nach dieser Entscheidung weiterarbeiten. Möglichkeiten dafür zeigen sich auch in ersten Gesprächen mit der Europäischen Union. Ich bin überzeugt davon, dass die starke Fokussierung auf den Kohlenstoffkreislauf und unser Konzept langfristig zu einem außeruniversitären Forschungsinstitut führen können.“

An dem Antrag zum „Forschungsinstitut Ressourcennutzung – FIRN Cottbus“ haben insgesamt 18 Partner aus den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Industrie mitgewirkt. Das Land Brandenburg hatte das Konzept mit der Zusicherung von zwei Professorenstellen und 250.000 Euro Anschubfinanzierung unterstützt.

Kernthema des BTU-Antrags zum Bundesforschungsinstitut war die Entwicklung nachhaltig wirksamer Technologien zur effizienten Nutzung der einheimischen Ressource Braunkohle. Die Schwerpunktsetzung auf Kohlenstoff erfolgt vor allem deshalb, weil diese Energiequelle auf Jahrzehnte hinaus den Energiebedarf weltweit weiter decken wird. Dabei soll zudem eine bestehende Lücke in der Forschungslandschaft geschlossen und ein wirksamer Beitrag zur nachhaltigen Versorgungssicherheit der Wirtschaft und der Bevölkerung geleistet werden. „Unsere Universität hat aufgrund ihrer regionalen Einbindung und ihres wissenschaftlichen Profils besonders gute Voraussetzungen für die Realisierung dieser Aufgabe. Die Etablierung einer außeruniversitären Forschungseinrichtung in unserer Stadt ist für die weitere Entwicklung von Cottbus und der Universität von besonderer Bedeutung“, so Prof. Zimmerli.

Die Einrichtung eines Bundesressourceninstitutes in den neuen Bundesländern geht auf den Koalitionsvertrag der Bundesregierung zurück.



 

 

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